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  • AutorenbildSebastian Korschilgen

Der Fuß und die Hüfte als Faktor bei chronischen Rückenschmerzen - eine Einleitung

Aktualisiert: 4. Feb. 2022



Liebe Leserinnen und Leser.


Sie leiden an chronischen Rückenschmerzen? Dann geht es Ihnen wie 15,5% der deutschen Bevölkerung. Eine Unterscheidung von Schmerzen im oberen oder im unteren Rücken ergibt, dass Schmerzen im unteren Rücken deutlich häufiger vorkommen. Der Grund hierfür ist die mechanische Sonderstellung, die der untere Rücken einnimmt, auf die ich im Folgenden eingehen werde.


Eine Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit und damit einhergehend eine Beeinträchtigung der Lebensqualität sind für Sie, wenn Sie betroffen sind, sicher nichts Unbekanntes. Den Arzt und Therapeuten stellen sie nicht selten vor eine große Herausforderung, da die Ursachen vielfältig und sehr kompliziert sein können und radiologische Untersuchungen, wie Röntgen oder MRT oft keine klaren Ursachen erkennen lassen.


Ich werde im Laufe von zwei weiteren Beiträgen auf zwei oft wenig beachtete Faktoren eingehen, die eine wichtige Rolle bei chronischen Schmerzen speziell im unteren Rücken spielen können, den Fuß und die Hüfte. Wenn Sie betroffen sind, möchte ich Ihnen, da wir uns noch nicht persönlich kennen, auf diesem Wege Mut machen indem ich Behandlungsansätze aufzeige, die dem Körper die nötigen Ressourcen geben das Problem selber zu beheben.


Ich setze hierbei voraus, dass Ursachen wie ein akuter Bandscheibenvorfall oder Wirbelkörperbruch ausgeschlossen sind.


Welche mechanische Sonderstellung hat der untere Rücken und kann hiermit das gehäufte Auftreten von Schmerzen in diesem Bereich erklärt werden?


Der untere Rücken, dem wir den Bereich der Lendenwirbelsäule zuordnen, trägt die gesamte Last unseres Oberkörpers. Die Belastung der Bandscheiben und der Wirbelgelenke ist damit in diesem Bereich der Wirbelsäule am größten. Zudem ist die Lendenwirbelsäule im Becken verankert und muss daher alle Beckenbewegungen, die auch beim normalen Gehen auftreten, ausgleichen. Haben Sie einen Beckenschiefstand muss auch dieser von der Lendenwirbelsäule ausgeglichen werden, um den aufrechten Stand und Gang zu sichern.


Damit können Faktoren, die die Stellung und Beweglichkeit des Beckens beeinflussen, zu chronischer Überlastung der Lendenwirbelsäule und in Folge zu chronischen Schmerzen führen. Zwei oft wenig beachtete Faktoren sind:

1. erworbene Fehlstellungen und Instabilitäten der Füße

2. eine durch verkürzte Muskeln verursachte Hüftimmobilität.


Zu Fußfehlstellungen gehören Senk-, Spreiz-, Platt-Fuß sowie Knickfuß. Diese Fehlstellungen führen, v.a. wenn sie einseitig sind, im aufrechten Stand zu einem Beckenschiefstand mit seinen Konsequenzen für die Lendenwirbelsäule und entstehen durch eine Schwäche der Muskeln der Fußsohle und der tiefen Wadenmuskeln. Die gute Nachricht ist, dass diese erworbene Muskelschwäche behoben werden kann.

Eine verkürzte Hüftmuskulatur und damit eine verminderte Hüftmobilität entsteht in erster Linie durch langes Sitzen und mangelnde Bewegung. Sie nimmt dem Becken Bewegungsspielraum, der für einen "weichen und geschmeidigen Gang" unerlässlich ist, und zwingt der Lendenwirbelsäule wiederum eine größere Belastung auf.


Bei hartnäckigen Schmerzen im unteren Rücken ist daher immer eine ganzheitliche Sicht auf die Symptome unabdingbar, um das Problem an der Wurzel zu packen.

Auf die 2 oben genannten Faktoren bei der Entstehung von chronischen Schmerzen im unteren Rücken und deren Behandlung gehe ich in meinen nächsten beiden Beiträgen detaillierter ein.


Mit besten Wünschen


Ihr Sebastian Korschilgen





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